Krisen – Gute Zeiten für unsere Zukunftsfähigkeit?

Mr. Spok mit Mundschutz future training beratung coaching krisen härtetest für zukunftsfähigkeitMüde sind wir schon von den vielen Corona-Nachrichten in Radio, Fernsehen und Zeitungen. Wir hören von Infektions- und Arbeitslosenzahlen, von Angst und Unsicherheit, von komplizierten Hilfsfonds und tristen Wirtschaftsszenarien.

Wenn ich aber direkt mit Kunden spreche, Führungskräfte in Webinaren zum Erzählen einlade oder mit den Nachbarn über den Gartenzaun plaudere, dann sprudeln aus Corona-Times ganz andere Geschichten hervor. Geschichten von rasanten Entwicklungen, berührenden Begegnungen und der großen Hoffnung, dass nachhaltig Gutes hervorgehen wird.

Diesen Good News möchte ich auf der Spur bleiben mit der Frage: Werden wir es als Menschheit schaffen, aus dieser und anderen Krisen ein bisschen was zu lernen?

Erfreuliche Entwicklungen waren das:

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Azurblauer Himmel, gute Luft, große Stille, Freude an der Natur und ihrem Erblühen.
  • Die Erfahrung, dass Verzicht nicht in Mangel, sondern in Leichtigkeit münden kann.
  • Arbeitsteams, die unabhängig von Hierarchie, Alter und Bildungsniveau gemeinsam und unkonventionell nach Lösungen suchen. Jede Idee war gefragt, jeder Mitarbeiter war wichtig.
  • Entschleunigen, wahrnehmen, Beziehungen achtsam gestalten.

Emil, immer noch arbeitender Vater im Homeoffice, bringt es auf den Punkt: „Eigenartigerweise hatte ich gerade in der größten Krise den Kopf frei, um meinen Kindern wirklich zuzuhören. Dabei entdeckte ich mich selber wieder kreativ und gelassen. Mit Staunen bemerkte ich, dass ich angesteckt war mit Zuversicht und kindlichem Frohmut.“


Emils Frau Franziska arbeitet im Altersheim und leistet, wie alle dort, Außergewöhnliches. Überall werden immer noch wahre Erfolgsgeschichten geschrieben, wie sie nur in großer gemeinsamer Anstrengung möglich sind.

„Das eigentlich Bemerkenswerte zeigte sich dabei nicht in den fehlenden Infektionszahlen“, sagt Franziska. „Nein, es zeigte sich im unkomplizierten Zwischenmenschlichen. Die schwache Stimme der Großmutter zumindest über WhatsApp zu hören wurde zu einer Kostbarkeit. Die Möglichkeit ehrliche Wertschätzung und Dank zu übermitteln, egal ob über Video oder von Angesicht zu Angesicht, brachte große Glücksmomente.“

Zurück zur Herzensqualität & welt corona 1:0 future training beratung coaching zukunftsfähigkeit change wandelvorwärts in der Technologie

Wie konnten wir Menschen in unserer überbeschleunigten Lebensführung bloß vergessen, wie wichtig unser Generationen-Netzwerk ist? Es ist doch gerade dies der natürliche Verbund, in dem Herzensqualitäten wie Fröhlichkeit, Spontaneität, Dankbarkeit und Güte erfahren und ausgelebt werden können.

Offensichtlich ist auch, dass sich in vielen Berufen die Arbeitsweisen und Arbeitsabläufe radikal verändert haben. Homeoffice statt Verkehrsstau, Video-Konferenzen aus dem Wohnzimmer, hohe Eigenverantwortung, Selbstdisziplin, Vertrauen, Tun statt Zaudern: Plötzlich sind lauter Eigenschaften, denen bisher mühevoll in New-Work-Seminaren nachgejagt wurde, die Normalität.

Die HR-Verantwortliche eines großen Recycling-Unternehmens erzählt: „Unsere MitarbeiterInnen werden nie mehr ganz auf Homeoffice verzichten wollen. Wir haben gesehen, wie produktiv von zuhause aus gearbeitet wird. Es gibt kein Argument mehr, warum wir alle Tag für Tag in die Firma pendeln sollten.“

Momentum bewahren statt zurückfallen

Klarerweise gilt es im Balanceakt mit diesen neuen Arbeitsformen noch viel zu lernen. Aber schon jetzt zeigt sich darin ein großes Potential für vermehrte Produktivität, Zufriedenheit und vielleicht auch Gesundheit. Diese Potentiale scheinen dadurch frei zu werden, dass die Menschen ihr Familien- und Berufsleben nicht so strikt trennen müssen wie bisher, dem eigenen Lebensrhythmus entsprechend agieren können und gleichzeitig als eigenständige, verantwortungsbewusste Mitarbeiter wahrgenommen werden.

Noch dauert die Krise an, kumuliert sich mit anderen Themen, die viel zu lange unter den Tisch gekehrt waren.  

Entscheidend wird sein, ob wir den Halt in alten Lösungen suchen oder ob wir uns trauen, utopisch zu denken und wirklich neue Zukunftslösungen anzustreben!  Wenn sich mitunter Pessimismus breit macht, dann weniger aus Angst vor den Folgen der Krise, sondern vielmehr aus mangelndem Vertrauen in die menschliche Lernfähigkeit. „Es wird danach eh alles wieder so schnell, laut und unmenschlich weitergehen, wie es vorher war“, ist dann vielerorts zu hören.

Bleiben wir stecken oder sind wir zukunftsfähig?

Manage dein Selbst

Das Wichtigste, so scheint es – ist das Managen meines Selbst. Krise wirft uns immer auf uns selbst zurück und fordert uns auf, in unsere Mitte zu gehen und Halt im Innen zu finden. Ruhe, Zentrierung, Intuition und Vernetzt-Sein (ohne die eigene Autonomie aufzugeben) sind Charaktereigenschaften, die resilienten Menschen zugeschrieben werden.

Egal ob Krankheit, Verletzung, Jobverlust oder Wirtschaftskrise, die Frage bleibt: Wie gelingt es uns, mit unerwarteten Situationen umzugehen und zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun? Finanzielle Verzweiflung, Ängste vor der Zukunft (evtl. auch Schmerz übers Scheitern), alte Verhaltensmuster sind ganz reale Erscheinungen jeder Veränderung. Sie sind nicht zu beschönigen oder rosarot zu färben. Sie wollen gesehen, angenommen und verstanden sein!

Ehrlichkeit mit sich selbst und Mut sind die Voraussetzungen dafür, den Boden bestmöglich für das Neue aufzubereiten. Wenn es uns gelingt Fülle zu erkennen und selbstbewusst zu sein, dann sind wir auch schöpferisch, anstatt auf altverkochte Rezepte zurückzugreifen.

Zeige Solidarität

Sitzen wir nicht alle im selben Boot? Jung und Alt, ChefIn und MitarbeiterIn, Europa, Asien und die anderen Kontinente? Schwarz und Weiß! Herrje, können wir nicht einfach mal begreifen, dass es nicht egal ist, wenn in China Menschen an einem Virus erkranken? Dass es mir besser geht, wenn es allen gut geht?

Ein fataler Rückschritt wäre, wenn wir im Denkmuster stecken blieben: „Wer hilft mir und warum soll gerade ich mit etwas Neuem beginnen?“ Zukunftsfähige Fragen hingegen wären: „Was ist mein Beitrag für mich / meine Familie / den Staat / die Gemeinschaft / das Ganze? Welche Möglichkeiten und Fähigkeiten stelle ich ganz aktiv zur Verfügung?

Nichts lässt uns besser durch Krisen schreiten, als das Beste zur Verfügung zu stellen.

Wenn es uns gelingt, dies zu berücksichtigen und neben den technologischen und medizinischen Errungenschaften auch das Beste im Menschen zum Blühen zu bringen, dann entwickeln wir uns in Krisen weiter – gemeinsam – für eine hoffnungsfrohe Zukunft.



FUTURE Trainer Coach Anita Hussl-Arnold
Anita Hussl-Arnold

Worauf legen Sie Wert im Weitergehen nach der Krise? Ich freue mich über Ihre Gedanken!

Sie wollen lernen, wie Sie das Beste des Menschen – gerade in dieser digitalisierten und krisengebeutelten Welt – zum Blühen bringen? Dann ist die FUTURE Coaching Ausbildung 4.0 für Sie vielleicht genau die richtige Inspirations- und Entwicklungsquelle.

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